Chinas Frauenmangel

Verbot von vorgeburtlichen Geschlechtsbestimmungen

160514 China x(al) Eine neue chinesische Maßnahme zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, staatliche Maßnahmen für den Lebensschutz zu ergreifen, wenn nur der nötige Wille vorhanden (oder die Not groß genug) ist. Personen und Organisationen, die pränatale Tests zur Bestimmung des Geschlechts durchführen oder geschlechterspezifische Abtreibungen vornehmen, sollen mit einer Strafe von bis zu 30.000 Yuan (4.600 US-Dollar) belegt werden, wie hier gemeldet wird. Dadurch soll das Ungleichgewicht der Geschlechter (d.h. der Mädchenmangel) behoben werden. 2015 lag es immer noch bei 113,5 anstelle des normalen Werts zwischen 103 und 107; 2004 betrug es allerdings sogar 121,2. Zusätzlich zu den Geldbußen wird die Regierung alle Einkünfte konfiszieren, die aus den illegalen Tests und Abtreibungen erzielt wurden. Auch die Anstiftung zu solchen Tests und der Verkauf entsprechender Geräte an nicht autorisierte Personen und Institutionen wird bestraft. Wer Regelverletzungen meldet, wird belohnt.

Beitragsbild: flickr.com/Jonathan Kos-Read

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