Aktion

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Mitwirkung an der Selbsttötung

Die Frage der Beihilfe zur Selbsttötung sollte gesetzlich neu geregelt werden, so hatte es die schwarz-rote Bundesregierung Ende April 2014 beschlossen. Bereits die gesellschaftliche Debatte von 2012/13 hatte sich diesem Thema gewidmet. In der vergangenen Legislaturperiode legte Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger (FDP) einen nicht konsensfähigen Gesetzentwurf vor. Seit die Spitzen der neuen Regierungskoalition Ende April 2014 einen zeitlichen Rahmen für den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens vorgestellt hatten, war die politische Debatte in vollem Gange. Im November 2015 beschlossen Bundestag und Bundesrat den neuen Paragrafen 217 StGB, der die Kommerzialisierung der Suizidbeihilfe unter Strafandrohung verbietet, die Suizidbeihilfe in Einzelfällen und im Rahmen besonderer Vertrauensverhältnisse aber erlaubt.

Die Hintergründe und Gefahren der neuen Lage erläutert der Medizinethiker Prof. Axel Bauer hier im Interview.

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Im Rahmen unserer Petition „Helft LEBEN – nicht töten! Für ein vollständiges Vebot der Mitwirkung am Suizid“ haben viele Lebenschützer versucht, die Abgeordneten des deutschen Bundestages aufzurütteln. Für einen wirksamen Schutz des menschlichen Lebens wäre allerdings das vollständige Verbot der Mitwirkung am Suizid der einzig konsequente Weg gewesen. Es gab keinen Grund, in der Frage der Suizidmitwirkung zwischen kommerziellen Anbietern, Vereinen, behandelnden Ärzten, Angehörigen oder Verwandten zu differenzieren. Aber so geschah es leider.

Eine gute Tat wird durch wirtschaftliche Interessen nicht automatisch zu einer schlechten, und eine schlechte Tat wird nicht automatisch gut, wenn sie unentgeltlich geschieht. Leider hat der Bundestag anders entschieden, obwohl er dank der vom Lebensschutz unterstützten Gesetzesinitiative von Patrick Senbsurg und Thomas Dörflinger die Suizidbeihilfe grundsätzlich hätte verbieten können. Gerade deshalb wird es auch in Zukunft darum gehen, die  Entwicklung so aufmerksam wie möglich zu beobachten und zu kommentieren. In einer alternden Gesellschaft mit bedrängten oder fehlenden familiären Bindungen braucht das Leben mehr denn je unseren Schutz!

Informationen zu vergangenen Themen finden Sie in unserem Archiv.