Mensch oder Maschine

Abtreibung und Sterbehilfe liegt dasselbe mechanistische Menschenbild zugrunde.  Angriffe auf den Lebensschutz bereiten den totalitären Staat vor. Erinnerung an einen Vortrag von Romano Guardini

160515 embryo klein(al) In seinem Vortrag Das Recht des werdenden Menschenlebens hat Romano Guardini bereits 1947 die Gefahr für den ganzen Menschen markiert, die von der sog. Fristenlösung ausgeht. Da Menschsein beginnt mit der Vereinigung der elterlichen Zellen, es »gipfelt in der morphologischen Vollendung« und reicht bis zum Tod. Der Mensch ist Mensch bereits im Augenblick der Empfängnis und bis zu seinem Tod: »Anders zu denken ist konsequenterweise nicht möglich«, so Romano Guardini. Warum nicht? Weil der Mensch keine Maschine ist, keine »äußerliche Aneinanderfügung«. In der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ist bereits alles enthalten, alles Folgende ist nicht Hinzufügung (außer Wasser und Nahrung), sondern Entfaltung und Entwicklung. Wer aber den Wert des Menschen aus seiner Masse oder aus der Menge seiner realisierten Formelemente Weiterlesen

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Sterbehilfe auf dem Vormarsch

Stark ansteigende Nachfrage in Westeuropa

160515 HP EL(al) Die Befürworter der Sterbehilfe lassen das Argument der schiefen Ebene bekanntlich nicht gelten. Sie wollen nichts davon wissen, dass die Sterbehilfe eine Eigendynamik mit steigendem Zuspruch entfaltet, wenn sie erst einmal zulässig ist. Aber die Zahlen beweisen genau das. Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, warnte anlässlich der Amsterdamer Weltkonferenz »Euthanasia« in einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung vor den stark zunehmenden Zahlen. Töten sei offenkundig ansteckend, sagte er.

In den Niederlanden ist aktive Sterbehilfe erlaubt, und dort seien die Fälle allein seit 2006 um knapp 300 Prozent auf 5.277 im Jahr 2015 nach oben geschnellt: Weiterlesen

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Bundesverfassungsgericht lehnt Eilantrag ab

Der neue §217 StGB bleibt vorerst in Kraft

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Die vielfach kritisierte Unbestimmtheit des Verbots „geschäftsmäßiger“ Suizidbeihilfe hält das Bundesverfassungsgericht offenkundig nicht davon ab, den neuen §217 StGB vorläufig zu bestätigen. Foto: flickr.com/Mehr Demokratie

(al) Wie das Bundesverfassungsgericht am vergangenen Freitag mitteilte, hat es den Eilantrag von vier Mitgliedern des »Vereins Sterbehilfe Deutschland« gegen den neuen §217 StGB abgelehnt, der die »geschäftsmäßige« Suizidbeihilfe in Deutschland verbietet. Das neue Gesetz bleibt vorerst in Kraft. Das Gericht nahm die Gründe für ein Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe sehr ernst, insofern es in der Begründung heißt: Der Gesetzgeber gehe davon aus, dass eine »zunehmende Verbreitung des assistierten Suizids nicht nur künftig zu befürchten, sondern bereits eingetreten« sei. Die Gefahr, dass der »fatale Anschein einer Normalität und schlimmstenfalls sogar der sozialen Gebotenheit der Selbsttötung« entsteht, habe vermieden werden sollen. Weiterlesen

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Abtreibungskrieg und Sterbehilfestreit

Das Lebensrecht zu Beginn des neuen Jahres. Ein Überblick

von Andreas Lombard

160106 Drillinge

Welches von diesen Drillingen hätte man wohl abtreiben sollen, wenn die Mutter Leihmutter gewesen wäre und die Auftraggeber eine „Mehrlingsreduktion“ verlangt hätten …? Ein solcher Fall ereignet sich gerade in Kalifornien. Foto: flickr.com/Karsten Selferlin

Während in den USA ein regelrechter Abtreibungskrieg tobt, vergessen die deutschen Medien, die sich so gern über Abtreibungsgegner echauffieren, dass massenhafte Abtreibung für sich genommen bereits nichts anders als Krieg ist. Spätestens dann, wenn es wie beim Tarabella-Bericht des EU-Parlaments um ein »Menschenrecht« auf Abtreibung geht.

Aber wenden wir uns einem besonders dramatischen Fall zu, der in der allgemeinen Aufregung nahezu untergeht. Eine kalifornische Leihmutter namens Britneyrose ist mit Drillingen schwanger, und nun fordern die genetischen Eltern, die Auftraggeber, von ihr, eines dieser Kinder abzutreiben – und das, obwohl die Leihmutter das dritte Kind adoptieren würde Weiterlesen

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»Pille danach« und Abtreibung

(al) Steigt möglicherweise die Zahl der Abtreibungen infolge der Rezeptfreiheit bei der »Pille danach«? Seit März 2015 bekommen Frauen die »Pille danach« gegen den ausdrücklichen Rat der Frauenärzteschaft ohne Rezept (die Freigabe war rein politisch motiviert). Seitdem ist der Verkauf des Präparates um 58 Prozent gestiegen. Den jüngsten Zahlen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zufolge wurden zuletzt knapp 60.000 Packungen pro Monat verkauft. Weiterlesen

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Abtreibungen wieder häufiger

0,9 Prozent mehr Schwanger­schafts­abbrüche im 3. Quartal 2015

BABY WEB

Ein Baby nach der Geburt. 99.715 Frauen in Deutschland entschieden sich im Jahr 2014 allein nach offiziellen Angaben gegen dieses Erlebnis. Wieviele der Väter trauern heute um den Verlust? Wieviele Frauen bereuen später ihre Entscheidung? Wieviele Paare haben sich danach getrennt? Das blutigste Drama der modernen Zivilisation bleibt weithin unerzählt. Foto: privat

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hier mitteilt, wurden im dritten Quartal 2015 rund 24 100 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Damit hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent erhöht.

Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen, die im dritten Quartal 2015 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Rund sieben Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von drei Prozent. Rund 40 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt.

96 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (64 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt, bei 18 Prozent wurde das Mittel Mifegyne® verwendet. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, und zwar 77 Prozent in gynäkologischen Praxen und 20 Prozent ambulant im Krankenhaus. Sieben Prozent der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.

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Verrat am Lebensschutz

Der neue § 217 StGB als Einstieg in den assistierten Suizid: Warum das Verbot der »Geschäftsmäßigkeit« die Ausweitung der Sterbehilfe nicht verhindern wird

von Prof. Dr. med. Axel W. Bauer

Am 6. November 2015 hat der Deutsche Bundestag mit der deutlichen Mehrheit von fast 60 Prozent der abgegeben Stimmen einen neuen § 217 ins Strafgesetzbuch (StGB) aufgenommen, der die »geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung« künftig erstmals unter Strafe stellen soll. Wer hingegen bei der Beihilfe zum Suizid »nicht geschäftsmäßig« handelt oder entweder Angehöriger des Betroffenen ist oder diesem nahesteht, soll auch weiterhin straffrei bleiben. »Eine Entscheidung für das Leben und für ein Sterben in Würde«, wie sogar hochrangige Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland eilfertig in den Medien betonten, war und ist dies nicht. Das exakte Gegenteil ist vielmehr der Fall. Weiterlesen

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Sterben lernen heißt Leben lernen

151129 flickr groß IIWer beim Suizid »hilft«, übt zwangsläufig die Tatherrschaft aus. Auch der »selbstlose Helfer« ist niemand anderes als Gevatter Tod. Der aber bleibt am Leben … Vgl. dazu die Thesen IV und V. (Abbildung: flickr.com/Allayin!)

PDF zum Herunterladen: Zwölf Thesen gegen Sterbehilfe

Zwölf Thesen gegen Sterbehilfe von Andreas Lombard

I. Legalisierung der Sterbehilfe ist aus medizinischer Sicht unnötig

Dank der modernen palliativen Medizin können fast alle unerträglichen Krankheitszustände wie Schmerzen, Atemnot und Angstzustände auf ein Minimum reduziert werden. Für Sterbehilfe gibt es daher im Allgemeinen keine ärztliche Indikation. Der Tod kann heute so leicht und schmerzlos sein wie noch nie. Die wenigen Fälle, in denen dies anders ist, rechtfertigen nicht die gesetzliche Erlaubnis zur anfangs individuellen, bald schon ausufernden Sterbehilfe. Weiterlesen

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Sieg der Meinungsfreiheit

Lebensrechtler Annen gewinnt vor dem EGMR gegen Abtreibungsärzte

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am 26. November in Straßburg mit fünf zu zwei Richterstimmen entschieden, dass der badische Lebensrechtler Klaus Annen (Weinheim) als Protest gegen die Tötung von ungeborenen Kindern vor Abtreibungskliniken Flugblätter bzw. Handzettel verteilen darf, auf denen Abtreibungen als rechtswidrig bezeichnet werden. Weiterlesen

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