Bücher

NEs gibt kein gutes TötenEUERSCHEINUNG 2015

Dieses Buch versammelt Beiträge von Robert Spaemann, Manfred Spieker, Andreas Lombard, Axel W. Bauer, Stephan Sahm, Rainer Beckmann, Kerstin Kurzke und Gert van Loenen.

Der Pfegebedarf wird sich bis zum Jahre 2050 mehr als verdoppeln und entsprechend verteuern. Dieses Problem soll der assistierte Suizid auf scheinbar sanfte Weise lösen. Seine Einführung stellt aber nichts weniger in Frage als die Solidarität des Menschen, seine Menschlichkeit. Wer aus einem Recht auf Selbstbestimmung ein »Recht« auf ärztlich assistierten Suizid ableitet, übersieht, dass die Grundlage der Selbstbestimmung das Leben ist. Sterbehilfe und Selbstbestimmung schließen sich aus. Aus dem neuen Angebot der Suizidbeihilfe würde bald ein soziales Druckmittel werden, den anderen nicht länger zur Last zu fallen. Die acht Autoren dieses Bandes kritisieren die Beihilfe zur Selbsttötung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven – Philosophie, Medizin, Gesellschaft, Recht und Praxis. Gemeinsam warnen sie vor einer ungeheuerlichen Entwicklung. Das Buch können Sie hier bestellen.

 

Wir sollen sterben wollen/Todes Helfer/Über den SelbstmordDrei Essays zum Thema Sterbehilfe vereint ein weiteres Buch aus dem Manuscriptum-Verlag: In Wir sollen sterben wollen – Warum die Mitwirkung am Suizid verboten werden muss bietet Andreas Krause Landt (jetzt Andreas Lombard) einen Abriss über den Suizid als solchen und die gesellschaftlichen Konsequenzen einer möglichen Erlaubnis des assistierten Suizids. Axel Bauer bringt in Todes Helfer – Warum der Staat mit dem neuen Paragraphen 217 StGB die Mitwirkung am Suizid fördern will die medizinethische und historische Sicht und geht auf den ersten Anlauf 2012/13 ein, die Suizidmitwirkung gesetzlich neu zu regeln. Den Schluss bildet Reinhold Schneiders Essay Über den Selbstmord. Das Buch können Sie hier bestellen.

Rudolf Henke, MdB CDU und Vorsitzender des Marburger Bundes, weist in seiner Rede im Bundestag anlässlich der Orientierungsdebatte eindringlich auf mehrere Knackpunkte der ärztlichen Suizidmitwirkung hin. Zudem erläutert er, warum die Abgrenzung von ärztlicher Suizidmitwirkung zur verbotenen Tötung auf Verlangen sehr unscharf ist und diese Grenze mit der Zeit notwendigerweise verschwimmen wird). Eine Videoaufzeichnung der Rede finden Sie hier, die schriftliche Rede finden Sie hier.

Aufgrund persönlicher Erfahrungen hat der Journalist Gerbert van Loenen in seinem Buch „Das ist doch kein Leben mehr! Warum aktive Sterbehilfe zu Fremdbestimmung führt“, erschienen im Mabuse-Verlag, eindrucksvoll die Entwicklung der Sterbehilfe in den Niederlanden kritisch analysiert. Eine kurze Zusammenfassung kann man in einem Vortrag hier nachlesen.

 

Cover Der moderne TodDie gesamte aktuelle Entwicklung auf dem Gebiet der Sterbehilfe hat das Buch von Carl-Henning Wijkmark Der moderne Tod. Vom Ende der Humanität schon vor Jahrzehnten vorweggenommen. Der schwedische Schriftsteller und Übersetzer protokolliert darin eine fiktive, geheime Staatssekretärskonferenz, in der es darum geht, in den Bürgern den Wunsch nach ihrem frühzeitigen und freiwilligen Tod zu wecken– freilich nicht im Interesse ihrer »Selbstbestimmung«, sondern um das Sozialsystem und die Krankenkassen der alternden Gesellschaft zu entlasten. Das Buch ist ein gesellschaftskritisches Standardwerk zum Thema Sterbehilfe und bietet einen beklemmenden Blick hinter die Kulissen von Ideologie und Politik. Sie können es hier bestellen.