Abtreibung als Grundrecht?

„Mein Bauch gehört mir!“ – Mein Gehirn vor dem Beischlaf auch?

Ein Recht auf Tötung, das gesucht wird, nachdem die eigene Verantwortung für die Folgen eines Zeugungsvorgangs fahrlässig oder grob fahrlässig ausgeklammert wurde (meist aus Eigennutz), ist ein nicht hinnehmbarer gesellschaftlicher Rückschritt.

von Dr. Albert Wunsch

160514 Wunsch IllusDie Bestrebungen der polnischen Regierung, eine Verschärfung des Abtreibungsverbotes einführen zu wollen, lösen zurzeit heftige Diskussionen – nicht nur in Polen – aus. Und der wortgewaltige US-Präsidentschafts-Bewerber Donald Trump verkündete, dass Frauen in den USA für Abtreibungen bestraft werden sollten. Etwas später meinte sein Wahlkampfteam, die Ärzte sollten bestraft werden, nicht die Frauen, Trump sei falsch verstanden worden. Grund genug, sich unabhängig von den Bestrebungen in Polen oder den USA mit diesem Thema öffentlich auseinander zu setzen. Weiterlesen

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Abtreibungskrieg und Sterbehilfestreit

Das Lebensrecht zu Beginn des neuen Jahres. Ein Überblick

von Andreas Lombard

160106 Drillinge

Welches von diesen Drillingen hätte man wohl abtreiben sollen, wenn die Mutter Leihmutter gewesen wäre und die Auftraggeber eine „Mehrlingsreduktion“ verlangt hätten …? Ein solcher Fall ereignet sich gerade in Kalifornien. Foto: flickr.com/Karsten Selferlin

Während in den USA ein regelrechter Abtreibungskrieg tobt, vergessen die deutschen Medien, die sich so gern über Abtreibungsgegner echauffieren, dass massenhafte Abtreibung für sich genommen bereits nichts anders als Krieg ist. Spätestens dann, wenn es wie beim Tarabella-Bericht des EU-Parlaments um ein »Menschenrecht« auf Abtreibung geht.

Aber wenden wir uns einem besonders dramatischen Fall zu, der in der allgemeinen Aufregung nahezu untergeht. Eine kalifornische Leihmutter namens Britneyrose ist mit Drillingen schwanger, und nun fordern die genetischen Eltern, die Auftraggeber, von ihr, eines dieser Kinder abzutreiben – und das, obwohl die Leihmutter das dritte Kind adoptieren würde Weiterlesen

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»Pille danach« und Abtreibung

(al) Steigt möglicherweise die Zahl der Abtreibungen infolge der Rezeptfreiheit bei der »Pille danach«? Seit März 2015 bekommen Frauen die »Pille danach« gegen den ausdrücklichen Rat der Frauenärzteschaft ohne Rezept (die Freigabe war rein politisch motiviert). Seitdem ist der Verkauf des Präparates um 58 Prozent gestiegen. Den jüngsten Zahlen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zufolge wurden zuletzt knapp 60.000 Packungen pro Monat verkauft. Weiterlesen

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Abtreibungen wieder häufiger

0,9 Prozent mehr Schwanger­schafts­abbrüche im 3. Quartal 2015

BABY WEB

Ein Baby nach der Geburt. 99.715 Frauen in Deutschland entschieden sich im Jahr 2014 allein nach offiziellen Angaben gegen dieses Erlebnis. Wieviele der Väter trauern heute um den Verlust? Wieviele Frauen bereuen später ihre Entscheidung? Wieviele Paare haben sich danach getrennt? Das blutigste Drama der modernen Zivilisation bleibt weithin unerzählt. Foto: privat

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hier mitteilt, wurden im dritten Quartal 2015 rund 24 100 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Damit hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent erhöht.

Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen, die im dritten Quartal 2015 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Rund sieben Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von drei Prozent. Rund 40 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt.

96 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (64 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt, bei 18 Prozent wurde das Mittel Mifegyne® verwendet. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, und zwar 77 Prozent in gynäkologischen Praxen und 20 Prozent ambulant im Krankenhaus. Sieben Prozent der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.

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Sterben lernen heißt Leben lernen

151129 flickr groß IIWer beim Suizid »hilft«, übt zwangsläufig die Tatherrschaft aus. Auch der »selbstlose Helfer« ist niemand anderes als Gevatter Tod. Der aber bleibt am Leben … Vgl. dazu die Thesen IV und V. (Abbildung: flickr.com/Allayin!)

PDF zum Herunterladen: Zwölf Thesen gegen Sterbehilfe

Zwölf Thesen gegen Sterbehilfe von Andreas Lombard

I. Legalisierung der Sterbehilfe ist aus medizinischer Sicht unnötig

Dank der modernen palliativen Medizin können fast alle unerträglichen Krankheitszustände wie Schmerzen, Atemnot und Angstzustände auf ein Minimum reduziert werden. Für Sterbehilfe gibt es daher im Allgemeinen keine ärztliche Indikation. Der Tod kann heute so leicht und schmerzlos sein wie noch nie. Die wenigen Fälle, in denen dies anders ist, rechtfertigen nicht die gesetzliche Erlaubnis zur anfangs individuellen, bald schon ausufernden Sterbehilfe. Weiterlesen

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Sieg der Meinungsfreiheit

Lebensrechtler Annen gewinnt vor dem EGMR gegen Abtreibungsärzte

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am 26. November in Straßburg mit fünf zu zwei Richterstimmen entschieden, dass der badische Lebensrechtler Klaus Annen (Weinheim) als Protest gegen die Tötung von ungeborenen Kindern vor Abtreibungskliniken Flugblätter bzw. Handzettel verteilen darf, auf denen Abtreibungen als rechtswidrig bezeichnet werden. Weiterlesen

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Es gibt kein gutes Töten

Die Sterbehilfe kommt und eskaliert – wie zuvor die Abtreibung

Der Bundestag hat die Beihilfe zum Suizid rechtlich geregelt – ein schwarzer Tag für die Menschenwürde. Es wurde eine neue Grauzone geschaffen. Die Rechtsunsicherheit ist jetzt größer als zuvor

von Andreas Lombard

Der 6. November 2015 war ein schwarzer Tag für den Lebensschutz. An diesem Tag hat der Deutsche Bundestag mit der Neufassung der Paragrafen 217 StGB zwar die geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten, die private Sterbehilfe hat er aber zugleich erlaubt. Wenn das Gesetz bestand hat, ist Sterbehilfe in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legal. Dank der engagierten Lebensschützer hatte der Bundestag immerhin die Chance, die Sterbehilfe vollständig zu verbieten. Niemand wird sagen können, dass es keine Alternative gegeben habe. Weiterlesen

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